Coelestin-Maier-Realschule

Dritter Bayerischer Tag an der Realschule Schweiklberg – Lehrer wie Schüler erschienen in Tracht – Bayerische Wettbewerbe ausgetragen

2016 bayerischer tag

Vilshofen. Stramme Jungs und fesche Madl – so könnte man den Bayerischen Tag an der Realschule Schweiklberg in ein paar Worten zusammenfassen. Ob Schüler, Mitglieder des Elternbeirats, Lehrerinnen und Lehrer – alle kamen in Lederhosen oder Dirndl.

Der stellvertretende Schulleiter Alexander Sperl sagte, wie schön diese mittlerweile zur Tradition gewordene Veranstaltung auf dem Schweiklberg sei und dankte allen Organisatoren und Mitwirkenden.

Die Bläser um Andrea Wagenpfeil und Vater Abt Rhabanus Petri spielten bayerische Blasmusik zur Begrüßung und eröffneten somit offiziell den besonderen Tag an der Realschule. Auf dem Schulgelände erwarteten die Schüler leckere bayerische Köstlichkeiten und typische bayerische Spiele wie Watten, Maßkrug-Stemmen, Baumschneiden oder Seilziehen. Für die "Kartler" gab es ein Watter-Turnier und Wett-Hammern. Um sich von den Strapazen zu erholen und neue Kräfte zu sammeln, versorgten die Schüler die Anwesenden mit Weißwürsten, Broten, Kuchen usw. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Freude gibt es darüber, dass an diesem Tag viele der ehemaligen Schüler wieder an die Schule kommen und die gemütliche Atmosphäre genießen.

Am Ende der Veranstaltung wurden die Gewinner der einzelnen Wettkämpfe vom Schulleiter Michael Zenger und der Organisatorin Andrea Strohmeier mit Urkunden und selbst gebackenen Lebkuchenherzen aus der Ganztagsbetreuung belohnt.

Gut gelaunt gingen alle aus diesem Tag in der Gewissheit: "Jetzt werden die Ferien noch schöner.                                     − pi

Schule wie Schüler sprechen von einem starken Zusammenhalt auf dem Schweiklberg  
Zeugnisse übergeben und soziales Engagement gewürdigt

von Helmuth Rücker

2016 abschlussklasse realschule schweiklbergVilshofen: Die Knabenrealschule auf dem Schweiklberg hat am Freitagmittag 44 Absolventen mit Mittlerer Reife entlassen. Alle haben sie den Abschluss geschafft, einige davon mit sehr viel Mühe und Hilfe. Doch Schüler wie Lehrer machten deutlich: Es geht nicht allein um Noten. Mehr geprägt hätte der starke Zusammenhalt. Ein Schüler schrieb in einem Aufsatz: "Es war die besten Zeit, die wir bisher hatten. Wir haben am meisten gelernt und am meisten erlebt."

Schulabschlussfeiern haben es an sich, etwas steif rüberzukommen. Das liegt an den bedeutungsvollen Reden und an der feierlichen Zeugnisübergabe. Auf dem Schweiklberg (so redet man von sich selbst) wird versucht, mit fetziger Musik der Schulband und mit direkter Ansprache ein wenig Lockerheit in die feierliche Stimmung zu bringen. Damit wird deutlich, welch familiäres Flair in der Schule herrscht. Es ist oft die Rede von der Schulfamilie, in der auch der Hausmeister gelobt wird, weil er am Prüfungstag schon um 6 Uhr früh die Turnhalle durchlüftet, damit es bei der Prüfung dort genügend frische Luft gibt.

Abt Rhabanus forderte die meist 16-Jährigen auf, den Mut zu haben, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen. "Geht nicht blind durch die Welt", sagte er. Stellvertretender Landrat Klaus Jeggle sagte: "Noten sind das Eine. Du, Mensch, bist das Andere. Egal, wie der Notenschnitt sei, es kommt darauf an, sich als Teil der Gemeinschaft zu sehen." Vilshofens Bürgermeister Florian Gams forderte die Burschen auf, Steine, die im Weg lägen, wegzuräumen, aber auch zu erkennen, dass ein Stein zu groß sein kann. "Dann schlagt einen anderen Weg ein." Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Seidl-Eibl trug eine Fabel vor. Schülersprecher Johann Hauser verkündete: "Wir sind am Ziel – und die Lehrer am Ende." Die Schullaufbahn sei gewesen wie die zweitägige Radtour – es sei mal rauf und mal runter gegangen.

2016 abschlussfeier realschule schweiklbergDirektor Michael Zenger und sein Stellvertreter Alexander Sperl stellten fest: "Es war nicht alles lustig", trotzdem habe man viel Freude und Spaß gehabt. "Ihr habt es gemerkt: Es geht um Wertschätzung. Wir haben Euch stets ernst genommen."

Die Besten des Jahrgangs:
Simon Schuster (m.) mit 1,4
Benedikt Weigl (l.) mit 1,5  
Johannes Huber mit 1,7
Rechts Direktor Zenger

 

Foto ganz oben: 44 Schüler verlassen nach sechs Jahren die Schule. Sie verfielen ein wenig in Wehmut, waren aber gleichzeitig erkennbar froh, diesen ersten wichtigen Abschnitt im Leben hinter sich gebracht zu haben. Falls Sie nachgezählt haben: Auf dem Foto sind 45 zu sehen, da sich auch Schulleiter Michael Zenger mit aufs Foto stellte (2.v.r.). Im neuen Schuljahr kommen 58 neue Schüler, dann wird die Schule insgesamt 360 Schüler haben. − Bericht und Fotos von Helmut  Rücker / PNP vom 23.07.2016

 

abschlussfoto kircheRealschule Schweiklberg zeichnet Schüler für ihr Engagement aus – 49 Absolventen – "Ihr seid‘s pfundig!"

Leistung zählt. Sonst gäbe es am Ende des Schuljahres und am Ende der Schulkarriere keine Zeugnisse. Das ist in der Knaben-Realschule Schweiklberg nicht anders. Und doch stellt die Schule eine andere Kompetenz an die erste Stelle. Bevor es gestern Vormittag für die 49 Absolventen die Zeugnisse für die Mittlere Reife gab, wurden 20 Schüler für ihr zusätzliches Engagement geehrt.

Sie spielten in der Schulband, arbeiteten in der Schulfirma, ministrierten oder kümmerten sich als Tutoren um die "Kleinen". Für sie gab es T-Shirts und namentliches öffentliches Lob. Zusätzlich gibt es einen Ehrenpreis. Dieser ging nach schwieriger Beratung an Organisationstalent Christoph Keim, der als Schülersprecher jeden Tag in der Schulleitung vorsprach, um seine Ideen für eine bessere Schule zu besprechen. Florian Weinberger, der zweite Preisträger, war über Jahre hinweg der Cheftechniker am Mischpult, "auf ihn war hundertprozentig Verlass", wie Laudator Alexander Sperl sagte.

Wie viele Schüler im Abschlusszeugnis eine Eins vor dem Komma haben, wurde nicht gesagt. "Doch Ehre, wem Ehre gebührt", hieß es für die drei Schulbesten.schulbeste Florian Hessheimer aus Rathsmannsdorf beginnt eine Lehre, Michael Jummer aus Eging will auf die FOS nach Passau gehen und Thomas Heindl aus Altenmarkt will Landwirt werden.

Schulleiter Michael Zenger, der nach einer Knie-Operation humpelnd zur Bühne ging, war spürbar stolz auf die 16-jährigen Burschen. "Ihr seid‘s pfundig!" rief er ihnen zu. Er machte ihnen Mut, Vertrauen in ihr Leben zu haben, "es wird gelingen". Dazu erzählte er eine Begebenheit, die den Familiengeist, der an der Schule herrscht, verdeutlicht: Mehrere Schüler haben ein Moped – und auch er, der Schulleiter. Es kam die Idee auf, eine Motorradtour zu machen. Gleich war der Name "Schweikl-Biker" gefunden, es wurde eine Whats-App-Gruppe gegründet und gedrängelt: "Wann fahren wir?!" Im Vertrauen, dass alle gut mitmachen, ging es 300 Kilometer übers Land. "Seid mutig fürs Leben", gab Zenger den Absolventen mit auf den Weg.

keim weinbergerDie Schülerband setzte den Gedanken fort. Johannes Altmann sang kraftvoll ein Peter-Maffey-Lied "Setz die Segel, mach die Leinen los. Da draußen warten deine Träume." Der 14-jährige Alexander Breit hatte zuvor "Ein Hoch auf uns" von Andreas Bourani gesungen. Selbstredend, dass die Bläser der Schule, vor sechs Jahren ins Leben gerufen, auftraten. Stellvertretender Schulleiter Alexander Sperl zitierte Xavier Naidoo: "Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer." Doch was man nicht alleine schaffe, "das schaffen wir dann zusammen".

Schülersprecher Christoph Keim hielt eine Abschiedsrede, als ob er dies täglich tun würde. Das Gebäude sei sehr vertraut geworden, "es fällt schwer, los zu lassen", sei doch das Du und Ich zu einem Wir verschmolzen. 306 Wochen seien seit dem ersten Tag auf Schweiklberg vergangen. "In der Klassengemeinschaft war jeder wichtig und einzigartig", stellte er fest und verglich die Gemeinschaft an der Schule mit einem Orchester.

Ein anderes Bild hatte Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Eibl parat. Die Schule sei wie eine Führerscheinprüfung. Unter dem Motto "no risk, no fun" sei mancher bei Rot über die Ampel gefahren. Schweiklberg sei die Fahrschule gewesen. "Ihr durftet in einem knallroten Ferrari Platz nehmen" und jeder sei ans Ziel gekommen.

Die Burschen waren gut drauf, alle (fast alle) im feschen Anzug und bereit zu Zwischenrufen. Als Alex Sperl von der Entlassfeier sprach und den Duden zitierte: "Gefangene aus der Haft entlassen", schallte es von hinten: "Passt perfekt!" Michael Zenger ließ in seiner Rede manchen Namen fallen, "nicht wahr, Daniel?!" und alle Schüler wussten, worauf er ansprach. Stefan wurde gelobt, weil er bis zur 10. Klasse freiwillig jeden Tag als Tutor in der Tagesbetreuung mit den Kleinen Hausaufgaben machte.

Grußworte sprachen Abt Rhabanus ("Zeigt Lust am Leben!"), 3. Bürgermeister Fritz Lemberger ("Hier habt Ihr eine schulische und menschliche Heimat gefunden") und als Landkreis-Vertreter Klaus Froschhammer. Der Abt hatte gemeint, bei einer Rede liege in der Kürze die Würze. Froschhammer formulierte es weltlicher: "Eine gute Rede muss wie ein Minirock sein: So kurz wie möglich, aber alles abdecken."

49 Schüler verlassen die Schule, im September nach den Sommerferien werden 60 neu kommen. Während des vergangenen Schuljahrs hatte die Coelestin-Maier-Realschule 330 Schüler.

Bild oben:  Vor der Abschlussfeier in der Turnhalle feierte die Schüler einen Gottesdienst mit Abt Rhabanus und stellten sich anschließend im Altarraum zu einem Gruppenfoto auf. Sie waren traditionell in Anzügen zum letzten Schultag gekommen.

Bild rechts:  Die drei Besten mit den Schulleitern, v.r. Michael Zenger, Florian Hessheimer (1,18), Michael Jummer (1,25), Thomas Heindl (1,42), Alexander Sperl.

Bild links:  Christoph Keim (r.) und Florian Weinberger erhielten den Ehrenpreis der Schule für ihren Einsatz über den Unterricht hinaus.

Bericht und Fotos von Helmuth Rücker / PNP vom 25.07.2015

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