Rundbrief
Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB und P. Prior Adm. Richard Multerer OSB
Schweiklberger Heimatnachrichten September 2018
Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!
Der Sommer mit seinen Hitzewellen, die Fußballweltmeisterschaft, die Mondfinsternis, für viele leider auch der Urlaub…alles vorbei. Die Erntezeit hat schon begonnen. Unser Obstgärtner Br.Raymund ist seit einigen Wochen dabei, mit fleißigen Helfern den diesjährigen reichen Segen an Äpfeln und Pflaumen unter Dach und Fach beziehungsweise in den Keller zu bringen. Einen reichen Erntesegen kann auch unsere Realschule verzeichnen, die heute mit einem Gottesdienst ihre Pforten geöffnet hat. Insgesamt 421 Schüler sind zur Zeit gemeldet, davon 75 Anfänger. Der Jahrgang wird dreizügig geführt. So erfreulich die enorm gestiegene Schülerzahl auch ist, so bereitet sie doch den Verantwortlichen einiges Kopfzerbrechen in Hinsicht auf die Raumkapazität.
Bleiben wir bei dem Thema „Realschule Schweiklberg“. Am 20.Juli 2018 wurden mit einem festlichen Gottesdienst und einer gelungenen Feier in der Turnhalle die diesjährigen Absolventen, 38 an der Zahl, von P.Prior Benedikt und Schulleiter Michael Zenger in den neuen Lebensabschnitt verabschiedet. Was die Zeugnisse betrifft, mag das Wort von Direktor Zenger gelten: „So gut wie ihr war noch keine Klasse“. Zu den Jahrgangsbesten gehören xxxxxx, Stefan Domsin und Lukas Halser.
Ein alljährliches Großereignis an unserer Schule ist auch seit einigen Jahren der so genannte „Bayrische Tag“ und das Schulfest am Ende des Schuljahres, heuer am 26.Juli. Dazu schickte der Himmel auch reichlich Sonne, ein Zeichen, dass unsere Schule „ganz oben“ gut angeschrieben ist. Die Schulband und die Schülerblaskapelle hatten wieder ihren Großeinsatz. Natürlich fehlte auch die sportliche Note nicht. Ein Flagfußballturnier rundete den gelungenen Tag ab. Mit einem festlichen Gottesdienst der gesamten Schulgemeinschaft verabschiedeten sich am 27.Juli alle in die wohlverdienten Ferien. Zum Schulbeginn traf sich das Lehrerkollegium zu einem Besinnungswochenende in Niederaltaich.
Zu den festlichen Ereignissen in Schweiklberg gehören seit vielen Jahren auch die musikalischen Aufführungen, die heuer allerdings etwas dünn gesät sind. Am 16.Juli fand in der Abteikirche im Rahmen der Europäischen Wochen ein beachtenswertes Orgelkonzert statt. Als Dramaturg eines großen musikalischen Bogens erwies sich an der Orgel der Cembalist, Pianist und Dirigent Jos van Immerseel. Auf seiner Agenda standen Werke von Nikolaus Bruhn (Ende 17.Jahrhundert), Franz Liszt und Giacomo Meyerbeer. Das zahlreiche Publikum war begeistert von der brausenden Tongestalt der Klais-Orgel und der Kunst des Meisters.
In der Lokalzeitung und im Passauer Bistumsblatt stand vor kurzem ein ausführlicher Artikel über unser Gästehaus, aus dem ich zitieren darf: “Die Tür steht offen, mehr noch das Herz! Da ist es nur konsequent, dass die Missionsbenediktinerabtei Schweiklberg hoch über Vilshofen ihr Gäste – und Tagungshaus St.Benedikt für die Besucher auf den modernsten Standart gebracht hat. Die Baumaßnahmen sind nun abgeschlossen“. Soweit der Zeitungsbericht. Konkret heißt das, das schon lange geplante Kellerstüberl im unteren Bereich des Gästehauses ist fertig und wird demnächst eröffnet. Mit viel Mühe hat unser Maurerteam, Herr Paul Huber und Herr Andreas Popan, sowie unser Techniker Herr Michael Schreiber zusammen mit unseren Schreinern Br.Justin und Br.Sebastian einen sehr ansprechenden, freundlichen Raum geschaffen, der den Kurs – und Hausgästen Erholung bieten und Gelegenheit zum Gespräch geben soll. Von den Gästegruppen seien besonders genannt: die amerikanischen Touristen, die auf dem Parkplatz vor der Cafeteria ein Zelt aufgeschlagen und dort ein Folkloreprogramm absolviert haben. Am 12.Juli kam eine Gruppe aus Korea und am 24.August besuchte eine Internationale Studentengruppe außer dem Vilshofener Volksfest auch unser Kloster. In der klösterlichen Gemeinschaft durften wir begrüßen: Abt Blasio Park und P.Bartholomäus Henneken aus der Abtei Waegwan in Südkorea, Bischof Thaddäus Khumalo von Eshowe, Südafrika und vom 06. bis 09.September war der neue Kongregationssekretär P.Winfried Yego zu einem Informationsbesuch hier. Vom 09. bis 14.08.war Pfarrer i.R. Hans Bösel von Painten bei Kelheim unser Gast.
Vom Gästehaus nun in den Konvent. Am 31.Juli startete die Klostergemeinschaft mit den Angestellten und Freunden des Hauses zum Betriebsausflug nach St.Engelmar. Ziel war der Waldwipfelweg, den Herr Martin Six, ein Neffe unseres Br.Georg Six eingerichtet hat. Außer diesem Aussichtsplatz, der einen wunderbaren Blick in den Bayrischen Wald freigibt, war auch das „Haus am Kopf“ für manche ein Anziehungspunkt. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach St.Engelmar, wo ebenfalls ein Neffe von Br.Georg, Wolfgang Six, im alten Pfarrhof ein so genanntes Experimentiermuseum eingerichtet hat, genannt das Xperium, das wie sein Name sagt, zum Basteln und Probieren einlädt, ein Paradies vor allem für Kinder. Nach einer Andacht in der Pfarrkirche und einer deftigen Brotzeit ging es um 19.30 wieder zurück nach Schweiklberg.
Wie der Missionsbrief vom Juli schon vermeldet hat, sind P.Leo Eireiner und P.Gregor Norbert Zeilinger zur Zeit in Heimaturlaub hier. P.Leo feierte am Fest Maria Himmelfahrt, dem Patroziniumsfest der ehemaligen Abteikirche Aldersbach dort den Festgottesdienst mit. Aldersbach ist ja seine Heimatpfarrei. P.Stefan und Br.Erich nahmen am 23.August an der Feier des Goldenen Profeßjubiläums von Br.Bernhard Bisqolm, der uns in Sachen Computer schon öfter ausgeholfen hat, teil
Damit sind wir bereits wieder am Ende. Die Urlaubs -und Ferienzeit ist ja erfahrungsgemäß eher mager, was besondere Ereignisse betrifft (Saure-Gurken-Zeit!).
Wer an unserem Friedhof vorbeigeht, wird wohl erstaunt sein, über die Blütenpracht, die unser fleißiger Friedhofsgärtner Br.Wendelin dort hin gezaubert hat. Damit sind wir auch schon bei unseren Verstorbenen. Diesmal gilt unser Gedenken Schwester Elvira Margraf OSB aus dem Kloster Neustift. Schwester Elvira war die Nichte unseres früheren Abtes Willibald Margraf (1941-1967). Bekannt war sie vor allem durch ihre Kerzenverzierungen. Sie gestaltete lange Jahre hindurch die Osterkerzen für die Klosterkirche in Neustift.
Ostern, Tod und Auferstehung, unsere Hoffnung. In diesem Sinne gedenken wir aller unserer Verstorbenen, die uns in die Ewigkeit schon vorausgegangen sind und bitten auch für uns um eine gute Sterbestunde.
Seien sie herzlich gegrüßt vom Schweiklberger Chronisten
P.Matthäus Kroiss
Schweiklberger Heimatnachrichten - Mai 2026
Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!
Während wir im Kloster noch kräftig das österliche Halleluja singen, ertönen rings um uns herum andere Melodien und Gesänge: Frühlingsfeste fast in jedem Dorf. Allerdings, vor einigen Tagen flatterte uns die Einladung zu einem anderen Fest ins Haus: Die Stadt Vilshofen an der Donau begeht in diesem Jahr ein beachtliches Jubiläum: 1250 Jahre sind seit der Ersterwähnung der Siedlung in den Annalen des Benediktinerklosters Mondsee im Jahr 776 vergangen. Das Kloster Mondsee besaß zu der damaligen Zeit mehrere Höfe am rechten Ufer der Vils, nahe des Zusammenflusses mit der Donau. Als Stadt wurde Vilshofen aber erst im Jahr 1206 von Heinrich I., Graf von Ortenburg, gegründet. Das Jubiläum wird das ganze Jahr über gefeiert. Den Auftakt bildete ein Festakt mit geladenen Gästen, unter ihnen Ministerpräsident Markus Säöder, im Atrium des Gymnasiums am 9. Mai. Am darauffolgenden Sonntag beehrte Bischof Stefan Oster die Stadt mit einem Besuch, um in einem feierlichen Gottesdienst den Segen Gottes auf die Bewohner der Stadt herabzurufen. Vilshofen hatte zum Fürstbistum Passau gehört, bevor die Wittelsbacher es kaperten. Anlässlich des Jubiläums findet am 22. Mai in unserer Abteikirche ein Orgelkonzert statt; schließlich ist unsere Klais-Orgel eines der geschätzten Kulturgüter der Stadt.
Ein anderes großes Fest für unser Kloster kündigt sich auch schon an: Am 29. August 2026 wird unser Diakon, Br. Paul Punnamannil OSB, in seinem Heimatkloster, in Kumily/Kerala, nach Syro-Malabarischen Ritus die Priesterweihe empfangen. Schon werden Vorbereitungen getroffen: Die Visa und Tickets für die Mitbrüder, die unsere Abtei dabei vertreten werden, sind schon bestellt. Wir können nur hoffen, dass dann der Krieg im Iran vorbei sein wird. Am 20. September 2026 wird dann Pater Paul in unserer Abteikirche seine Primiz feiern. Zu diesem freudigen Ereignis herzliche Einladung! Der Arbeitseinsatz unseres Mitbruders nach seiner Weihe, ist schon geregelt. Der Leiter des „Pastoralen Raums Vilshofen“, Pfarrer Peter Kieweg, ist sogleich vorstellig geworden, und hat Pater Paul in das Team der Seelsorger für den Pastoralen Raum aufgenommen.
Rückblickend auf die schon verflossenen Monate des neuen Jahres sei an einige Ereignisse erinnert, die für unsere Gemeinschaft prägend waren.
Die Neuwahl eines Oberen stand an. Am 28. Januar wählten die fünfzehn wahlberechtigen Professen Pater Richard Multerer OSB für weitere drei Jahre zum Prior Administrator. Wegen seines hohen Alters und anderer gesundheitlicher Probleme, eine gewagte Sache. Deus providebit! Die Ämtererneuerung brachte kaum Änderungen: Pater Fraternus übernimmt das Amt des Prokurators, Pater Johannes fungiert weiterhin als Sekretär des Priors.
Schmerzhaft überrascht wurde unsere Gemeinschaft vom Tod unseres Bruder Erich Schuck OSB. Bei einem unglücklichen Sturz im Freien, erlitt Bruder Erich eine Kopfverletzung, die trotz sofortiger Behandlung im Klinikum Passau, zu seinem Tod am 21.02. führte. Zwischen 1973 und 2009 war Br. Erich Missionar in KwaZulu/Südafrika, in der Diözese Eshowe, als Mönch der Abtei Inkamana. Nach seiner Rückkehr in die Heimat, schlug Bruder Erich sein Zelt in Schweiklberg auf, wo er, bis zu seinem Tod, mit großer Hingabe unseren Mariahilf-Missionsverein betreute. Da Br. Erich von Profess wegen der Erzabtei Sankt Ottilien angehörte, feierte Erzabt Wolfgang Öxler OSB das Requiem für ihn mit uns hier in Schweiklberg.
Bekannt gegeben sei, dass wir am Pfingstmontag beim Konventamt (Beginn 10:00 Uhr) der Jubilare des Jahres 2026 gedenken. An erster Stelle sei Bruder Leo Horochlin OSB, unser Subprior, genannt, der 70 Jahre geworden ist, und obendrein seine Goldene Profess feiert. Runder Geburtstage können sich erfreuen: Pater Stephan Raster OSB, der das hohe Alter von 90 Jahren erreicht hat, und Pater Benedikt Schneider OSB, der vor 70 Jahren das Licht der Welt erblickt hat.
Zum Schluss ergeht herzliche Einladung an alle Mitglieder unseres Mariahilf-Missionsvereins: Die Jahreshauptversammlung unseres Vereins findet am Sonntag, den 14. Juni 2026, im Gästehaus Schweiklberg statt – wie immer, unmittelbar nach dem 9:00 Uhr-Konventamt.
Mit besten Wünschen zum nahen Pfingstfest
P. Matthäus Kroiss OSB, Chronist - P. Richard Multerer OSB, Prior Adm.
Schweiklberger Heimatnachrichten im Mai 2025
Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter
Seit dem Erscheinen des letzten Rundbriefes hat sich viel Berichtenswertes ereignet. Drei zukunftweisende Wahlen haben stattgefunden. Im Januar dieses Jahres musste in der Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien ein neuer Präses gefunden werden, nachdem Abtpräses Jeremias Schröder in Rom zum Abtprimas des Benediktinerordens gewählt worden war. Die Wahl, die in der Abtei Waegwan in Südkorea stattfand, fiel auf P. Javier Aparicio Suárez (56) von der Erzabtei St. Ottilien, den bisherigen Missionsprokurator der Kongregation. Die Schweiklberger „Wahlmänner“ waren Subprior Br. Leo Horochlin und Br. Paul Punnamannil.
An der Wahl des Bundeskanzlers und der neuen Regierung Ende Februar, haben wir uns alle beteiligt, die meisten per Briefwahl. Da wir eine international zusammengesetzte Gemeinschaft sind, können wir mit dem Ausgang der Wahl einigermaßen zufrieden sein.
Mehr gefreut haben wir uns über die Wahl des Kardinals Robert M. Prevost OSA zum Nachfolger von Papst Franziskus. Mit ihm hat wieder ein Ordensmann, und zudem ein leibhaftiger und erfahrener Missionar, als oberster Hirte die Leitung der Kirche übernommen. Das erstaunlich große Interesse an seiner Wahl, und zuvor schon die Ehrerbietung, die von allen Seiten dem verstorbenen Papst Franziskus entgegengebracht wurde, lassen erkennen, dass die Kirche, oder besser gesagt Jesus Christus, der Herr der Kirche, auch den Menschen unserer Tage noch etwas zu sagen hat.
Wie schon im letzten Rundbrief erwähnt, ist mit der Ankunft eines jungen Mitbruders aus unserem Kloster in Kerala, Br. Anselm Cheeramkuzhiyil (26), neues Leben in Schweiklberg eingekehrt. Br. Anselm bereitet sich zur Zeit an der Sprachschule „Horizonte“ in Regensburg auf das Studium der Theologie am Rudolphinum vor. Bei den Barmherzigen Brüdern hat er Aufnahme gefunden; An den Wochenenden ist er aber in der Abtei.
Angesichts der Altersstruktur unserer Gemeinschaft ist uns der junge Mitbruder natürlich sehr willkommen. Ich darf hier erwähnen, dass im Laufe dieses Jahres vier Schweiklberger Patres und Brüder ihr 85. Lebensjahr vollenden werden. Nicht zu erwähnen brauche ich, dass uns auch Krankheiten heimgesucht haben. Gebet und ärztliche Kunst haben aber Gott-sei-Dank oft die ersehnte Besserung erbracht.
Neues Leben ist auf dem Schweiklberg auch dadurch eingekehrt, weil unser Gästehaus und die Cafeteria im März bzw. im Mai unter neuen Pächtern wieder ihre Tore geöffnet haben. Für unseren Gemüsegarten suchen wir immer noch einen neuen Betreiber. Die Übernahme unserer Realschule durch eine Stiftung, unterstützt von Landkreis, Diözese Passau und Stadt Vilshofen, ist für Anfang 2026 vorgesehen. Was den Abbau von Kies auf unserem Grundstück in Sandbach angeht, wartet der Investor immer noch auf die Genehmigung.
Von den musikalischen Aufführungen in unserer Abteikirche sei nur die immer gut besuchte „Schweiklberger Orgelnacht“ erwähnt. Zum ersten Mal hat sie übrigens unter eigener Regie stattgefunden. Dem Organisator, Herrn Alexander Pritzl, Organist am Kollegiatstift Alte Kapelle in Regensburg, gelang es drei renommierte Organisten für das Konzert zu gewinnen: Prof. Norbert Düchtel, Regensburg, Florian Schuster Oberviechtach und Maximilian Berzon Köln.
Von den Gästen in letzter Zeit seien nur zwei erwähnt: Abt Javier A. Suárez OSB, der neue Präses unserer Kongregation, feierte mit uns das Osterfest. Er war auf der Suche nach Ruhe und Erholung, hat aber dabei vermutlich auch eines seiner Sorgenkinder besser kennenlernen wollen. Als lieben Mitbruder und Gast konnten wir nach Ostern Abt Octavian Massingo OSB von Hanga/Tansania in Schweiklberg begrüßen. Dies gab uns die Gelegenheit, ihm dafür zu danken, dass er seinen Mitbruder, Pater Fraternus, als Missionar nach Niederbayern gesandt hat, und ihn auch weiterhin bei uns belassen wird.
Österliche Grüße
Pater Matthäus OSB
P. S. Mitgeteilt sei, dass die Jahreshauptversammlung unseres Mariahilf-Missionsvereins am Sonntag, den 29. Juni 2025, stattfinden wird – im Anschluss an das Konventamt um 9:00 Uhr.
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Nachrichten
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- Vergelt’s Gott
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Rundbrief
