Rundbrief
Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB und P. Prior Adm. Richard Multerer OSB
Schweiklberger Heimatnachrichten Januar 2019
Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!
Als wir am Allerseelentag auf den Klosterfriedhof zogen, um an den Gräbern unserer verstorbenen Mitbrüder und Wohltäter zu beten, ahnten wir nicht, dass wir einen Monat später einen Mitbruder dorthin auf seinen letzten Gang werden begleiten müssen. Es war unser Bruder Sebastian Aicher, der am 29.November auf tragische Weise von uns gegangen ist. An Weihnachten 2017 brach bei ihm die Krankheit aus, die ihn schließlich trotz intensiver ärztlicher Betreuung und aufopfernder Begleitung durch unsere Krankenpfleger in den Tod führte.
Bruder Sebastian entstammte einer kinderreichen Bauerfamilie in Mühldorf, Gemeinde Halfing, im Kreis Rosenheim, wo er mit neun Geschwistern aufwuchs. Nach dem Abschluss der Hauptschule erlernte er das Schreinerhandwerk. Bei Soldatenexerzitien während seines Militärdienstes in Brannenburg wurde er durch P.Gislar Aulinger auf Schweiklberg aufmerksam gemacht und trat am 23.01.1984 in das Kloster ein. Nach der feierlichen Profess am 29.Mai 1988 vollendete er seine Ausbildung im Schreinerhandwerk durch die Meisterprüfung. Von 1989 bis 1991 leistete er im noch jungen Kloster Tororo in Uganda einen Missionseinsatz. Da aber in Schweiklberg der Schreinermeister Br.Petrus Dumps die Leitung der Werkstatt aus Alters -und Gesundheitsgründen abgeben wollte, musste Br.Sebastian wieder in sein Mutterkloster zurückkehren und die Leitung der Klosterschreinerei übernehmen, zu der damals auch noch die Lehrlingsausbildung gehörte. Ein Zeugnis seines großen Könnens und seines Arbeitseifers legte der junge Schreinermeister bei der Kirchenrenovierung 1997/98 ab, wo er mit seinem Schreinerteam alle Kirchenbänke und die drei Orgelgehäuse für die große Klaisorgel fertigte. Daneben nahm er auch noch an einem Theologischen Fernkurs teil.
Mit Br.Sebastian hat unsere klösterliche Gemeinschaft einen überaus aktiven und einsatzfreudigen Mitbruder verloren, der überall zur Stelle war, wo er gebraucht wurde. Aber sein Engagement bezog sich nicht nur auf das Kloster, sonder Br.Sebastian war auch im Umfeld der Abtei aktiv. So war er auch zuletzt Vorstand der Bürgerbruderschaft Vilshofen und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Orden in der Diözese Passau. Neue Kraft für seine vielen Aufgaben schöpfte unser Mitbruder Ende April 2017 auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela wo er nach seinen eigenen Worten viel Freude, Freiheit und Glück erfahren hat. Aber der große Arbeitsdruck der vergangenen Jahre hat seine Spuren hinterlassen. Die Anzeichen einer schweren Depression machten sich gegen Ende 2017 immer mehr bemerkbar, so dass es zum traurigen Lebensende kam.
Wie sehr Br.Sebastian in der Umgebung und bei seinen Verwandten und Bekannten beliebt und angesehen war zeigte sich an der übervollen Abteikirche bei seiner Beerdigung am 03.Dezember 2018. Sein Grab ziert ein schweres Holzkreuz aus seiner oberbayrischen Heimat und der Pilgerstab der Jakobspilger. Wir hoffen und beten für unseren Mitbruder, dass Gott ihn, wie P.Prior Benedikt bei der Begräbnisansprache es ausdrückte, „ liebend und heilend in seine väterlichen Arme genommen hat„ .
Werfen wir nun noch einen Blick auf die übrigen größeren und kleineren Ereignisse auf dem Schweiklberg. In der Adventzeit hat unsere Realschule wieder besondere Akzente gesetzt, einmal durch die schon zur Tradition gewordenen beliebten Frühschichten, zum anderen mit der ebenfalls zur festen Einrichtung gehörenden benediktinischen Adventfeier am 13.Dezember, die diesmal unter dem Motto stand „Mache dich auf und werde Licht“. Ein Höhepunkt dieses Gottesdienstes war die Entzündung der Teelichter durch jeden Besucher am Adventskranz der Abteikirche, die dann am Schluss im Lichte hunderter Kerzen erstrahlte. Damit sollte zum Ausdruck kommen, dass wir auch füreinander Licht sein können in dunkler Zeit. Anschließend strömten die Besucher wieder auf den Vorplatz der Realschule, wo der „Adventsmarkt“ wieder alle in seinen Bann zog. Diesmal hatte auch die Columba Neef Realschule in Neustift einen Stand aufgemacht und beteiligte sich mit musikalischen Darbietungen. Selbstverständlich hatte auch die Bläsergruppe der Realschule Schweiklberg ihren Einsatz. Am 02. und 16.Dezember gab die Bläsergruppe „European Brass“ zwei festliche Konzerte in der Abteikirche und am 22.Dezember waren die Niederaltaicher Singknaben wieder bei uns zu Gast. Am Samstag, dem 29.Dezember, hatte der Jugendchor Alkofen seinen Auftritt mit beliebten und bekannten weihnachtlichen Weisen.
In der klösterlichen Gemeinschaft waren die Advents - und Weihnachtstage vor allem geprägt durch die Liturgie. Vor dem Mettenamt wurde heuer von Br.Johannes die feierliche Ankündigung der Geburt Christi vorgetragen, was bisher mehr im innerklösterlichen Bereich der Morgenhore geschah. Die Zeit nach Weihnachten gehörte wie in den letzte Jahrzehnten der Einkehr in den Konventexerzitien, die diesmal P.Alban Siegling CP, aus dem Passionistenkloster Schwarzenfeld in der Oberpfalz begleitete. Sein Thema war „Das Gebet Jesu im Lukasevangelium“. Am Schluss des letzten Vortrages spendete er uns nach altem Brauch den päpstlichen Segen. Den Abschluss dieser Tage der inneren Einkehr bildete die Gelübdeerneuerung bei der Vesper des letzten Exerzitientages.
Der Schweiklberger Konvent erhielt, allerdings nur auf Zeit, Zuwachs durch Br.Paul Punnaminil aus dem Priorat Kumily in Indien. Br.Paul besucht zur Zeit die Sprachenschule in Regensburg und wird dann zum Studium der Theologie an die Universität Salzburg wechseln.
Am 04.Januar des neuen Jahres ging mit dem letzten Missionsflohmarkt eine allseits bekannte und beliebte Schweiklberger Institution zu Ende, die eng mit dem Namen Marie-Luise Granzer verbunden ist. Lange Jahrzehnte hat die rührige Leiterin des Flohmarktes mit 22 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern diesen Betrieb am Leben gehalten. Den Anfang machte allerdings unser Br.Wendelin Stadler vor 35 Jahren. Wurden damals noch große Ladungen von Hilfsgütern per Schiff vor allem nach Afrika gesandt, so diente in den letzten Jahrzehnten der Flohmarkt in erster Linie zur Selbsthilfe, die finanziell unterstützt werden muss, wie zum Beispiel die Einrichtung von Klassenzimmern in Tanzania, ein Projekt unseres Br.Markus Forster, das von unserer Missionsprokura gefördert wird. Der Grund für das überraschende Ende des Missionsflohmarktes Schweiklberg ist einmal die dringende Reparierungsbedürftigkeit der alten Kuhstallhallen, in denen der Flohmarkt untergebracht war, und zum anderen die Tatsache, dass das Flohmarkt -Team, so agil es heute auch noch ist, doch in die Jahre gekommen ist und Nachfolger nicht in Sicht sind. So war es besser, jetzt aufzuhören.
Das Wort vom Aufhören ist auch für den Chronisten wieder das Signal hier einen Schlusspunkt zu setzen.
Ihnen allen, liebe Hörer und Leser, wünscht ein gesegnetes Jahr 2019
Ihr Rundbriefschreiber P.Matthäus Kroiss
Schweiklberger Heimatnachrichten November 2018
Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!
„Tod und Vergehen waltet in allem, steht über Menschen, Pflanzen und Tieren, Sternbild und Zeit“
Mit diesem Hymnus haben wir am Allerseelentag unser morgendliches Chorgebet eröffnet. Gerade im November spüren wir die Vergänglichkeit allen Lebens, auch des unsrigen.
Aber damit wir nicht in unchristliche Trauer versinken, wenden wir uns wieder dem Geschehen der vergangenen zwei Monate zu, und da steht ein Beginnen am Anfang des Monats September. Denn da hat die Cölestin Maier Realschule wieder ihre Pforten geöffnet.
Am 11.September strömten 422 Buben durch das Schultor, darunter 76 Neuanfänger in der fünften Klasse, die in diesem Schuljahr noch dreizügig geführt wird. Im kommenden Schuljahr wird wieder auf Zweizügigkeit umgestellt, da die räumlichen Kapazitäten erschöpft sind. Die Neuanfänger bekamen auch von P.Matthäus und Br.Johannes einen Einblick in das klösterliche Leben mit einer Führung durch die Betriebe und die Klosterkirche mit anschließender Sakristei. Hier erregten besonders die Pontifikalien (Mitra und Stab) das Interesse der Buben. Vielleicht trägt dann einer von ihnen viele, viele Jahre später diese äbtliche Zier. Am 21.September hielt Altabt Christian in Abwesenheit von P.Prior für die siebten bis zehnten.Klassen den Anfangsgottesdienst.
Von der Schule in den Konvent.
Am 20.September brach P.Prior Benedikt zum Oberentreffen der Kongregation in das Kloster Digos auf den Philippinen auf. In einer abendlichen Gesprächsrunde konnte er uns dann von diesem noch jungen Priorat (gegründet 1983), von der herzlichen Aufnahme durch die dortigen Mitbrüder und von Land und Leute in dieser Gegend erzählen. Am Sonntag zuvor, dem 16.09., nahm P.Benedikt in der evangelischen Erlöserkirche in Vilshofen als Vertreter der Abtei an der feierlichen Einsegnung der neuen Pfarrerin, Frau Simone Reink, teil.
Am Samstag, dem 22.September feierte unsere Nachbarabtei Niederaltaich mit einem Pontifikalgottesdienst, den Diözesanbischof Stefan Oster zelebrierte, das hundertjährige Jubiläum der Wiederbesiedlung des 1803 aufgehobenen Klosters. Am 24.September 1918 unterzeichnete König Ludwig III.von Bayern das Dekret zur Wiedererrichtung der Abtei. Der Mettener Benediktiner und Historiker P.Michael Kaufmann hielt einen packenden Festvortrag. Als 1903 die Ottilianer Benediktiner nach einem Ort für die neue Niederlassung in Niederbayen suchten, war Niederaltaich auch unter den angezielten Objekten. Nach der Aufhebung unseres Gymnasiums im Jahre 1937 wurden Schüler des Missionsseminars in Niederaltaich aufgenommen. P.Ivo Kirmer und P.Alexander Hofmann waren zeitweilig dort zum Unterricht und zur Betreuung. Als unser Vertreter war Br.Clemens beim Festgottesdienst. Br.Clemens und Br.Johannes nahmen am 29.September am AGOP-Studientag im Kloster Neustift teil. Das Thema der Veranstaltung war „Ordensleben -Lernort der Hoffnung?“ Als Referent konnte der Provinzialminister der Franziskaner P.Dr.Cornelius Bohl ofm gewonnen werden. “Wer für sich selbst Hoffnung gewonnen hat, der kann auch für andere Zeichen der Hoffnung werden“ gab P.Cornelius den versammelten Ordensleuten des Bistums mit auf den Weg.
Schon öfter in den letzten Jahren waren die „Pueri Cantores Altahensis“ bei uns zu Gast. Am Sonntag, dem 23.September, sangen sie in der Abteikirche die „mass of children“ von John Rutter. Die Pueri Cantores sind der offizielle Knabenchor der Benediktinerabtei Niederaltaich, der in der Tradition der ehemaligen Chorknaben steht, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Fast jedes größere Kloster hatte einen solchen Knabenchor. Vielleicht erinnert sich bei dieser Gelegenheit mancher von den Hörern und Lesern des Rundbriefes an die Schweiklberger „Sängerlein“, die Seminaristen, die unsere Gottesdienste mitgestalteten.
Ein weiteres beeindruckendes Konzert wurde am Samstag, dem 13.10.einem zahlreichen Publikum mit der Uraufführung der „Brautmesse“ von Max Deml, dem Mettener Komponisten, geboten. Den Text gestaltete die Dichterin Friederike Haselbeck. Ausführende waren die Mitglieder des Vokalensembles „Nova antica“. Am Sonntag, dem 4.November gestaltete der Kirchenchor Schierling/ Gerzen mit der Cäcilienmesse und einigen deutschen Liedern unser Konventamt. In diesem Zusammenhang sei bereits auf das Adventskonzert am 2. Dezember für Trompete und Orgel mit Domorganist Ludwig Ruckdeschl und dem Trompeter Oliver Lakota um16:00 Uhr in unserer Abteikirche hingewiesen. Am 16.Dezember folgt wiederum um 16:00 Uhr ein festliches Adventskonzert. Ausführende ist die „European Brass“, eine weitum bekannte Bläsergruppe.
Zahlreich waren auch wieder die Gäste, die wir bei uns begrüßen durften:
Am 14.September kam die 10.Klasse des Gymnasiums Niederaltaich auf ihrer Sternwallfahrt nach Schweiklberg. Der Besuch stand unter dem Motto: „Spurensuche -100 Jahre Wiedererrichtung des Klosters Niederaltaich. P.Prior Benedikt hielt mit den Schülern eine kurze Andacht in der Abteikirche. Am 22.09. besuchten uns zwei ehemalige Schüler unseres Gymnasiums, Georg Feuchtgruber und Günther Schatzlmeyer mit dem niederbayrischen Stammtisch in Augsburg. Sie besichtigten Kirche, Betriebe und vor allem die Schule, durch die sie ihr ehemaliger Lehrer P.Georg führte. Am 23.September kam eine Ausflugsgruppe der Pfarrei St.Konrad in Regensburg, die nach unserem Konventamt die Hl.Messe feierte. Br.Johannes nahm sich anschließend ihrer an. Der 12.Oktober brachte uns eine Reisegruppe aus Korea. Zum Weltmissionssonntag am 21.Oktober durften wir eine Gruppe indischer Priester aus dem Priorat Kumily begrüßen: P.Prior John , Fr.Tobias, der z.Zt. in Salzburg studiert und P.Sheen (z.Z. in Kremsmünster). Mit dabei war auch Schwester Josy, Missionsbenediktinerin von Tutzing und der Missionsprokurator von St.Ottilien, P.Maurus.
Das Konventamt am Sonntag wurde im syro-malabarischen Ritus gefeiert. P.Prior Benedikt war als Konzelebrant mit dabei. P.Prior John hielt die Predigt, in der er die Arbeit des Klosters Kumily vorstellte, wo vor allem Waisenkinder betreut werden.
Am 24.Oktober kamen von Niederaltaich 20 Männer, die dort „Kloster auf Zeit“ mitmachen mit ihrem Betreuer Fr.Pirmin und am 03.November ebenfalls von Niederaltaich etwa 30 Oblaten mit Abt Marianus und Fr.Pirmin, um Kirche, Kloster und Afrikamuseum zu besichtigen mit anschließender Rast in der Cafeteria. Am 05.November durften wir Bruder Leonard Dlamini aus der Abtei Inkamana begrüßen.
Die Einrichtung unseres Gästehauses wurde durch den Ausbau der Kellerräume zu einem ansprechenden Begegnungsraum ergänzt. P.Prior Benedikt gab dem Kellerstüberl am Abend des 05.Oktober den offiziellen Segen. Anschließend versammelte sich die Klostergemeinde mit allen, die beim Ausbau beteiligt waren, zu einer gemütlichen bayrischen Brotzeit.
Zur zeit wird das ehemalige St.Beda-Haus oder Haus Pax, wie es seit 2015 heißt, von einer Firma ausgeräumt, besser gesagt, entrümpelt.
Ihnen allen bis zum neuen Jahr eine gesegnete Zeit
Ihr P.Matthäus Kroiss
Schweiklberger Heimatnachrichten Juli 2018
Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!
Mai, Juni - festliche Monate mit viel Sonne und Musik.
Beginnen wir mit der Musik. Das große Konzertereignis der vergangenen Jahre war immer die Vollmond-Orgelnacht. Diesmal war es die Nacht vom 11. auf 12.Mai, in der von 19 Uhr bis 23.15 die Klais-Orgel für ca.150 Zuhörer und Zuschauer erklang, begleitet vom gewohnten bunten Lichtspiel. Den Auftakt zu diesem Konzert machte Domorganist Ludwig Ruckdeschel mit Werken von Johann Sebastian Bach und Cesar Franck. Ein weiterer Künstler an der Orgel war Thomas Friese, Organist und Chorregent an der Stadtpfarrkirche St.Canisius in München. Er führte die Zuhörer durch seine Mondschein-Variationen, eine Traumwelt aus altbekannten und beliebten musikalischen Leckerbissen. Den dritten Teil der Orgelnacht bestritten Organist Michael Pollwein und das Bläserensemble Tritonus Brass aus Regensburg. Den Abschluss bildete der Segen das Hausoberen P.Prior Benedikt.
Der Pfingstmontag war auch dieses Jahr wieder der Feier der Jubiläen gewidmet.
Auf 60 Jahre Profess konnten Abt Christian Schütz, Br.Karl Hofmann, Br.Justin Gruber und Br.Anselm Gruber in Dankbarkeit zurückschauen. Vor 50 Jahren, am 07.Juli 1968, wurde P.Richard Multerer in die Mission nach Südafrika ausgesandt. Dazwischen war er von 1985 bis 1997 wieder in Schweiklberg, um die Missionsprokura zu leiten. Seit 01.Juli 2012 ist er endgültig in seinem Heimatkloster, wo er eifrig den Dienst an der Pforte versieht und auch für anfallende seelsorgliche Einsätze bereit ist. Erstmals feierten wir mit den Jubilaren auch die runden Geburtstage mit.
Das nächste große Fest des Kirchenjahres war am 31.Mai das Fronleichnamsfest. Mit Rücksicht auf die kleinere Zahl und das fortgeschrittene Alter der Mitbrüder wurde in diesem Jahr der Prozessionsweg wesentlich verkürzt auf drei Altäre: Kirche-Eingang zur Realschule und Kirchenportal. Damit war auch die Arbeit an den traditionellen Blumenteppichen erleichtert. Da alle wieder fleißig zusammen halfen, konnten wir heuer auch am Abend die feierliche Fronleichnamsvigil singen. Ein besonderes Lob verdient Frau Lena Süldt, unser treuer Gast, die wieder fleißig beim „Teppichlegen“ mithalf. Außerdem ist sie auch unermüdlich hinter dem Unkraut in unseren Anlagen her und nimmt eifrig an unserem Chorgebet teil.
Nun noch einige kleinere Ereignisse rund um die Klostergemeinschaft.
Am 01.Mai wurde unser langjähriger Zellerar P.Matthias Wenig aus diesem Amt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. 17 Jahre (2001 bis 2018) hat unser Mitbruder diese Bürde mit großem Eifer und Geduld getragen, wofür ihm P.Benedikt im Namen der Gemeinschaft herzlichen Dank sagen konnte. Sein Nachfolger in der Leitung der Klosterverwaltung ist Br.Clemens Wittmann. In den vergangenen fünf Jahren lebte er als Einsiedler in der Klause Kirchwald in Nußdorf am Inn. Die vielfältigen Erfahrungen, die er in dieser Zeit gesammelt hat, werden ihm helfen, die Herausforderungen zu meistern, die mit diesem Amt verbunden sind. Wir wünschen unserem neuen Zellerar Gottes kräftigen Segen für seinen Dienst.
Am 19.Mai brach wieder ein Teil der Gemeinschaft zur jährlichen Konventwallfahrt nach Sammarei auf, zu Fuß, per Auto und per Fahrrad. Petrus zauberte den Wallfahrern ein schönes Wetter. In Sammarei feierte die Gemeinschaft mit P.Prior Benedikt die Eucharistie und nahm anschließend im Pfarrhof ein kräftiges Frühstück zu sich.
Am späten Abend des 25.Mai kamen unsere diesjährigen Visitatoren an der Klosterpforte an: Abt Präses Jeremias Schröder und Abt Michael Reepen von Münsterschwarzach. Trotz der späten Stunde haben sich noch einige Mitbrüder zur Begrüßung eingefunden. In früheren vorkonziliaren Jahren, vor dem Zweiten Weltkrieg, versammelte sich die ganze Klostergemeinde vor der Kirchenpforte und die Visitatoren (meist der Erzabt und ein Assitenzabt) wurden unter Glockengeläute und Orgelklang feierlich in die Kirche geleitet und so die Visitation eröffnet. Auch ohne diese feierliche Zeremonie nahm die Visitation einen guten Verlauf und wir sind den beiden Visitatoren dankbar für die Gespräche, die sie mit uns geführt und die Ermutigung, die sie uns gegeben haben. Einen besonders guten Gedanken gab uns Abt Michael am Schluss der Visitation mit auf den Weg in die weitere Zukunft, anknüpfend an das am nächsten Tag stattfindende Fronleichnamsfest: „Christus ist jedenfalls immer mit euch, wie er auch in der morgigen Prozession mit euch geht“.
Am 23.Mai wurden in Passau die 66.Europäischen Wochen durch den bayerischen Staatsminister für Unterricht und Kultus, Bernd Siebler, feierlich eröffnet. P.Prior Benedikt und Br.Ulrich nahmen daran teil.
Dem Kloster werden Gäste nie fehlen, sagt schon unser Ordensvater Benedikt. Wir sagen „Gott sei Dank“. So durften wir auch in den letzten beiden Monaten in der Gemeinschaft und im Gästehaus wieder liebe Gäste aufnehmen, entweder zu Kursen oder als Einzelgäste. Hier seien nur einige von ihnen genannt. Vom 02. auf 03.April konnten wir den emeritierten Bischof der Diözese Bethlehem, Hochwürdigsten Herrn Hubert Bucher, einen gebürtigen Regensburger, begrüßen. Zur Zeit hören wir bei den Mahlzeiten seinen sehr interessanten Lebensbericht. Vom 12. bis 13.Mai waren acht Alumnen der Wohngruppe „Br.Konrad“ des Priesterseminars Regensburg, in der auch unser Br.Johannes lebt und studiert, unsere Gäste. Wir freuten uns über ihre eifrige Teilnahme beim Chorgebet und beim sonntäglichen Konventamt
Am 16.Juni durften wir den Magister des Stiftes Admont, P.Subprior Thomas und seine beiden Novizen Fr.Rupert und Fr.Alexander (Simon Weiss) zur Vesper und zum Abendessen hier begrüßen. Herr Weiss war schon öfter bei uns zu Gast.
Vom 07. bis 10.Juni kamen etwa 30 Förderinnen und Förderer unseres Maria-Hilf-Missionsvereins zur den Einkehrtagen, die ihnen P.Stefan hielt. Am Sonntag, dem 10.Juni, an dem wir das Herz-Jesu-Fest feierten, war dann die Jahreshauptversammlung des Vereins.
Am 07.Mai hielt die Stadtpfarrei Vilshofen wieder ihre Bittprozession auf den Schweiklberg, mit anschließendem Wortgottesdienst, geleitet von P.Matthias. Am 18.Mai feierte der Katholische Frauenbund bei uns seine Maiandacht mit Lichterprozession zur Kapelle im Park des früheren St.Beda –Hauses. 97 Abiturienten des Gymnasiums Vilshofen versammelten sich am 29.Juni mit ihren Lehrern und Angehörigen bei uns zum Abschlussgottesdienst, bevor sie das Abiturzeugnis in Empfang nehmen durften.
Zu den in letzter Zeit verstorbenen Angehörigen, Freunden und Wohltätern unseres Hauses
gehören der Schwager der Nichte unseres P.Gregor Steger, Herr Othmar Luft, Frau Marianne Meixner, München, Frau Gudrun Bauer, die Schwester unseres P.Markus Dworschak und Schwester Alberta Winzinger von Oberroning, eine eifrige Wohltäterin. Der Herr vergelte ihnen das Gute, das sie uns getan.
Ihnen allen noch frohe Ferientage.
Ihr P.Matthäus Kroiss
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