ChristophXHeindlXundXBrXClemens"Gehen wir doch ein wenig ins Grüne", sagt Cellerar Bruder Clemens und führt aus einer dunklen Werkstatt ins Gewächshaus. Wenig später blickt er auf das grüne Beet und sagt: "So wie die Gärtnerei hier steht, war das seine Initiative." Mit "seine" meint er Bruder Raphael Lang, den jahrzehntelangen Leiter der Klostergärtnerei Schweiklberg. Es ist sein Lebenswerk, das Bruder Raphael Lang zum Jahreswechsel übergeben hat.

Seit Anfang Januar hat die Gärtnerei einen neuen Betriebsleiter: Christoph Heindl (29). Der gebürtige Passauer hat in Weihenstephan und Osnabrück Gartenbauingenieur studiert, arbeitete anschließend in der Klostergärtnerei Fürstenzell, die an Ostern zusperrt. 2019 wechselte er von Kloster zu Kloster. Als neuer Leiter möchte er den konventionellen auf einen biologischen Anbau umstellen. "Mir ist es wichtig, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften." Beim biologischen Anbau gebe man der Natur wieder das zurück, was man ihr nimmt.

"Schon bevor Christoph Heindl eingestellt wurde, war klar, dass Bruder Raphael 2020 aufhört", erzählt Cellerar Bruder Clemens. Bruder Raphael (72) habe ein entsprechendes Alter erreicht und sei nicht mehr gesund. Das Kloster wollte den Bestand der Gärtnerei sichern: "Ich als Cellerar finde es wichtig, dass es auch im Hinblick auf unser Gästehaus mit dem Obst- und Gemüseanbau weitergeht."

Der Cellerar bezeichnet Bruder Raphael als "absolutes Eigengewächs". Von 1961 bis 1964 lernte Bruder Raphael in der Klostergärtnerei Schweiklberg und machte danach in Veitshöchheim seinen Meister. Über 50 Lehrlinge bildete er in Schweiklberg aus. "Immer wieder den Lehrlingen von Neuem beizubringen, wie es läuft, dann noch den Betrieb leiten, die Freiflächen bepflanzen und gestalten – das ist schon herausragend", resümiert Bruder Clemens.

Foto oben: Christoph Heindl ist der neue Betriebsleiter der Klostergärtnerei. Damit ist er der erste "weltliche" Leiter. "Uns war es wichtig, dass es weitergeht", sagt Cellerar Bruder Clemens. - Bericht und Foto: Mühling - PNP vom 29.01.2020

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